LEB-Bonn
Der neue Schulleiter – Das Geheimnis wird gelüftet!

Der neue Schulleiter – Das Geheimnis wird gelüftet!

Seine Vorhaben, Einstellungen und Gedanken über die Zukunft

Dienstag 13. November 5. Stunde, es regnet. Wir treffen uns mit Herrn Kampmann zum Interview. Wir frösteln. Gespannt warten wir auf den Mann, von dem die meisten nicht einmal wissen, wie er aussieht – Der neue Schulleiter – Was uns erwartet, ist ungewiss. Aber wer ist dieser Mann, von dem manch einer nur den Namen kennt?


Wir werden freundlich empfangen und sind überrascht, wie offen und umfangreich er uns Rede und Antwort steht. Unser neuer Schulleiter reißt uns mit seinen Ambitionen und seinem Engagement förmlich mit und so mündet schon unsere erste Frage gleich in einen Dialog:

Was hat Sie bewegt Lehrer / Schulleiter zu werden?

In der eigenen Schulzeit war sein Verhalten zum Lehrerberuf eher kritisch.
Nach dem Abitur und dem Wehrdienst hat er eine Ausbildung zum Bankkaufmann absolviert.
Hier entwickelte sich das Ziel Berufsschullehrer zu werden.

„Wie wird man Schulleiter?“

-„---...war mir vor 20 Jahren nicht klar, als ich hier anfing, dass ich einmal Schulleiter werden würde.“
Zu seinen Motiven zählt er im Laufe der Zeit Dinge steuern zu können.

Unterrichten Sie weiterhin?

„Ich unterrichte noch, das möchte ich auch nicht aufgeben, vielleicht noch ein wenig reduzieren.“ Er unterrichtet BWL und Rechnungswesen.

Mit welchen neuen Aufgaben sind Sie als Schulleiter betraut?

Der Tagesablauf richtet sich nach der Post.
„Ich muss die Post öffnen und lesen. Mir war nicht klar, wie viel Post komm,t sie ist zum Teil dringlich, sehr dringlich, weniger dringlich.“
Die Vorbereitung von Entscheidungen gehört zu den grundsätzlichen Dinge,n die zu seinen Aufgaben gehören, wie zum Beispiel die Entscheidung, welche Bildungsgänge es in Zukunft geben wird.

Welche Entwicklungen sehen Sie in den nächsten Jahren für unsere Schule?

Hier liegen unterschiedliche Schwerpunkte, eine wichtige Aufgabe wird es sein die Förderangebote zu erweitern und zu optimieren.

Im letzten Jahr sind bereits zusätzliche einjährige Klassen eingeführt worden, diese sollen beibehalten werden. Das Angebot für Hauptschüler soll erweitert werden. Außerdem soll im nächsten Jahr gemeinsam mit verschiedenen Ausbildern ein neuer Bildungsgang entstehen, welcher guten Realschülern die Möglichkeit einer Doppelqualifikation zwischen Fachhochschulreife und Berufsausbildung, in diesem Fall als Verwaltungsfachangestellte/r, bietet. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die technische Sanierung des Schulgebäudes. Dieser Prozess muss aktiv begleitet werden. Zum Beispiel soll ein Internetanschluss in jedem Klassenraum  ermöglicht werden. Herr Kampmann könnte sich auch eine Umgestaltung der Aula zu einem modernen Präsentationsraum vorstellen.

Was können Sie für die Qualität des Unterrichts an Ihrer Schule tun und können Sie diese überhaupt beurteilen?

„ganz heißes Thema“

In Zukunft wird das Experiment Schultüv auch uns durch externe Inspekteuren eine Rückmeldung geben. Intern übernimmt  bei uns jedoch weiterhin jeder Bildungsgang für sich Verantwortung. Der Unterricht soll durch Konferenzen zielführend sein, welcher von dem Lehrpersonal umgesetzt werden soll. „Als Schulleiter kann ich Anstöße geben.“

Was antworten Sie Personen die vor der Unpersönlichkeit einer solch großen Schule zurückschrecken?

„Ist nicht einfach, ich denke, dass für den einzelnen Schüler unter Umständen gar nicht die Schule selber, sondern der Bildungsgang wichtig zu sein scheint, daher ist es wichtig sich in der Klasse wohl zufühlen und mit dem Klassenlehrer zurecht zu kommen.“

Identifizieren Sie sich mit Ihrer Schule?

„ Man spricht dann auch von seiner Schule - MEINE Schule-
daher auch die Bewerbung auf das Amt des Schulleiters, weil er sich hier wohlfühlt.

Wie gehen Sie mit der Situation um, das Ergebnis Ihrer Ausbildung der Schüler zu sehen?

„Problem, versuche es zu kompensieren durch etwas Unterricht,“ doch durch die Anwesenheit bei der Abschiedsfeier entsteht ein exemplarisches Gefühl, wie die Schüler sich entwickeln.
Ich freue mich dann in glückliche Gesichter schauen zu können. Durch den Unterricht in den 3- jährigen Klassen begleitet er auch Schüler vom ersten bis zum letzten Tag.



Wo sehen sie sich in 10 / 20 Jahren?
„ In 20 Jahren sehe ich mich im Ruhestand“ lacht
In 10 Jahren vielleicht noch nicht ich fühle mich jedenfalls dieser Schule verpflichtet und keinen anderen Aufgaben.
 „ Eine Schule ist wie ein Schiff, und ein Schiff ist bekanntlich nicht einfach zu steuern!
Um ein Schiff gut zu führen braucht es eine gute Mannschaft, nicht nur einen guten Schulleiter auch gute Lehrer –Teamwork ist gefragt-„

Manchmal ist gutes Wetter und manchmal ist es stürmisch.

 

Was ist das Tageshighlight eines Schulleiters?

„ Ich freue mich, wenn ich in den Unterricht gehen kann!“ Hier findet er die Freiheit von der täglichen Post und dem Verwaltungskram der auch manchmal ansträngt.

 
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